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Vincent Feigenbutz – der jüngste deutsche Weltmeister

Wer ist Vincent Feigenbutz?

Vincent Feigenbutz wurde am 11. September 1995 in Karlsruhe geboren. Als Prince Vince - Iron Junior steigt er regelmäßig als Profiboxer in der Gewichtsklasse „Super Mittelgewicht“ in den Ring. Zusätzlich absolvierte er bei den Stadtwerken Karlsruhe eine Ausbildung zum Feinmechaniker.  Neben seiner Leidenschaft, dem Boxen, zählt er auch Angeln und Fußball spielen zu seinen Hobbies. Aktuell trainiert er unter Zoltan Lunka. Zu seinen Sponsoren zählen Premiumshop24.de, Powerlook Vitamin Getränk, Schwarz und Graf Elektrotechnik GmbH, die Stadtwerke Karlsruhe und Königimmo24. Unter dem Management von Rainer Gottwald ist der Weltmeister-Titel das große Ziel von Vincent Feigenbutz.

Sein Werdegang

Vincent Feigenbutz, auch als „Iron Junior“ bekannt, gab bereits im Alter von 16 Jahren am 3. Dezember 2011 sein Debüt als Profiboxer. Damals besiegte er den Tschechen Zdenek Siroky mit einem K.o.-Sieg in Runde 1. Jedoch endete schon der zweite Kampf mit einer der bisher wenigen Niederlagen, die Vincent Feigenbutz zu verzeichnen hatte. Durch technischen K.o. musste er sich in Runde 3 gegen Roman Javoey geschlagen geben. Nach den ersten Erfahrungen im Profiboxsport übernahm Rainer Gottwald das Management von Vincent Feigenbutz. Gleichzeitig engagierte sich Hans Brenner als Privat-Trainer, wodurch umgehend fünf Kämpfe gewonnen werden konnten. Alle diese Siege erfolgten durch K.o und spätestens in der dritten Runde.

Als „Aufbaugegner“ war Vincent Feigenbutz beim Kampf am 23. Juli 2013 gegen den Essener Tiran Mkrtschjan gedacht, jedoch stieg „Iron Junior“ nach sechs Runden eines überlegen geführten Kampfes als Punktsieger aus dem Ring. Dies war bis heute der letzte Kampf, der von ihm nicht vorzeitig gewonnen wurde. In seinem zweiten Box-Duell außerhalb Deutschlands am 23.November 2013 wurde Vincent Feigenbutz erneut als vermeintlich leichter Gegner eingeschätzt. Bereits in der dritten Runde gelang ihm damals der K.o.-Sieg gegen Polens Nachwuchshoffnung Maciej Miszkin, der bis zu diesem Zeitpunkt eine makellose Bilanz hatte. Der nächste Kampf ließ nicht lange auf sich warten: am 01. Februar 2014 sollte Vincent Feigenbutz gegen die polnische Nr. 1 im Supermittelgewicht Andrzey Soldra antreten. Auch dieser Kampf wurde von Feigenbutz in der ersten Runde durch K.o. gewonnen.

Durch diese beiden Siege wurde „Prince Vince“ zum Objekt der Begierde aller bekannten Boxpromoter. Er wurde sich schließlich mit dem größten deutschen Boxpromoter, Team Sauerland, einig.

Nach vier weiteren Kämpfen, die Vincent Feigenbutz innerhalb der ersten drei Runden durch K.o. für sich entscheiden konnte, folgte am 30. August 2014 der nächste große Schritt. Gegen Slavisa Simenuovic sollte Vincent Feigenbutz um den Interims- Intercontinental- Titel der WBO im Supermittelgewicht kämpfen. Auch diesen Kampf konnte „Iron Junior“ bereits in der ersten Runde nach dem dritten Niederschlag für sich entscheiden. Daraufhin erklärte Henry Maske, einer der erfolgreichsten deutschen Boxer, in einem Interview, dass Vincent Feigenbutz ihn an den jungen Mike Tyson erinnere.

Schon wenig später ging es gegen den Georgier Guram Natsulishvili um die Titelverteidigung. Auch dieser Kampf wurde durch K.o. in der dritten Runde zugunsten von „Prince Vince“ entschieden. Im November folgte dann der erste Auftritt im Mutterland des Boxsports: Vincent Feigenbutz sollte gegen den Letten Oleg Fedotovs in Liverpools Echo Arena kämpfen. Er besiegte ihn durch technischen K.o. in Runde 7.

Um ein sehr erfolgreiches Jahr in der Heimat abzuschließen, kämpfte Vincent Feigenbutz beim Karlsruher Weihnachtszirkus gegen den aus Rumänien stammenden Ionut Trandafir, der sich in Runde 2 geschlagen geben musste.

Auch das neue Jahr 2015 begann so erfolgreich wie 2014 endete: Bei der ersten Verteidigung seiner Intercontinental- Gürtel der WBO und GBU am 21.03. konnte Vincent Feigenbutz den Ungarn Balasz Kelemen in Runde 9 ausknocken. Weiter ging es für ihn am 18.07. beim Kampf um den WM-Titel gegen den Peruaner Mauricio Reynoso. Auch diesen konnte Vincent Feigenbutz mit einem K.o.-Sieg in Runde drei für sich entscheiden und wurde somit der jüngste deutsche Interims-Weltmeister aller Zeiten.

Diesen Titel konnte er erstmals am 17.Oktober verteidigen. Nach zwölf Runden konnte sich Vincent Feigenbutz über einen knappen Sieg nach Punkten gegen Giovanni De Carolis freuen. Drei Monate später kam es zur Revanche, die nach elf Runden zugunsten des Italieners entschieden wurde.

Mit seinem neuen Trainer Valentin Silaghi gelang es Vincent Feigenbutz sich zurück an die Weltspitze zu arbeiten. Nach einigen vorangegangen K.o.-Siegen konnte er sich am 3. Dezember 2016, fünf Jahre nach seinem Debüt als Profiboxer, die IBF-Intercontinental-Meisterschaft im Supermittelgewicht gegen Mike Keta sichern. Am 13. Mai 2017 gelang ihm die Verteidigung des Titels gegen den Ungarn Norbert Nemesapati.

2018 konnte Vincent Feigenbutz bereits seine Intercontinental-Titel der IBF und der GBU durch einen technischen K.o. gegen den Südafrikaner Ryno Liebenberg verteidigen.

Seine größten Erfolge

Von seinen bisher insgesamt 30 Kämpfen kann Vincent Feigenbutz 28 Siege, davon 24 durch K.o.,  verzeichnen. 2014 erhielt er die Titel GBU Global Boxing Union Intercontinental Champion sowie den Titel des WBO World Boxing Organisation Intercontinental Champion. 2015 folgte die Auszeichnung zum WBA World Boxing Association World Champion Interims. Außerdem wurde Vincent Feigenbutz der GBU Global Boxing Union World Champion.

Im Jahr 2015 wurde Vincent Feigenbutz zum jüngsten deutschen Weltmeister aller Zeiten der WBA und GBU. 2016 erhielt er außerdem die Auszeichnung des IBF Intercontinental Champions.